Gute Leistung wird nicht belohnt

Am Sonntagabend mussten die DATALINERS Burgwedel zum Nachbarschaftsderby bei Eintracht Hildesheim antreten. Den gut 1.200 Zuschauern in der Volksbankarena wurde ein enges und spannendes Spiel geboten. Am Ende konnte sich die Eintracht knapp mit 28:27 (11:13) durchsetzen. Die gute Leistung der Gäste wurde wie schon im Hinspiel nicht belohnt.

Für die Gäste begann das Spiel mit einem Schock. In der Anfangsphase verletzte sich Julius Hinz (Foto). Ohne Fremdeinwirkung blieb er nach einem Tempogegenstoß liegen und konnte nicht wieder eingesetzt werden. Schon die Hinserie war für Burgwedels Linksaußen von Verletzungen geprägt gewesen. Erneut war dieses Mal das Knie betroffen, ein Kreuzbandriss konnte in einer ersten Diagnose nicht ausgeschlossen werden.


Während Hinz in der Kabine behandelt wurde, begannen seine Mannschaftskameraden stark. Johannes Marx, Marius Kastening (2x) und Steffen Dunekacke sorgen für die 4:1-Führung der Gäste. Hildesheim hatte sichtbare Probleme und kam nicht richtig in die Partie. Die Gäste waren von Beginn an bei der Sache und hochkonzentriert. Auch in der Folgezeit hatten die DATALINERS die Nase vorn. Burgwedels Abwehr stand sicher, Torhüter Wendland konnte sich einige Male auszeichnen. Maurice Dräger erzielte das 8:4 für Burgwedel. Vorne übernahm Kay Behnke Verantwortung und traf nach Belieben. Burgwedels Rückraumrechter erzielte in der ersten Hälfte fünf seiner sechs Tore. Die Gäste waren beim 11:6 und 12:7 weiterhin vorn. Dann kam Hildesheim besser in die Partie, die Gäste scheiterten jetzt einige Male im Abschluss. Eintracht konnte den Abstand auf 10:12 verkürzen. Mit einer 13:11-Führung von Burgwedel wurden die Seiten gewechselt.


Hildesheim kam hochmotiviert aus der Pause zurück und erwischte Burgwedel auf dem falschen Fuß. Die Gäste leisteten sich jetzt fünf technische Fehler und waren von der Rolle. Als die Gastgeber den Ausgleich zum 13:13 erzielen konnten, war auch die Halle da. Mit der Unterstützung des Publikums konnte Eintracht sogar mit 15:13 in Führung gehen. Burgwedel brauchte einige Zeit, um den Faden wieder zu finden. Maurice Dräger und Lennart Koch trafen zum 15:15-Ausgleich. Hildesheim war jetzt präsenter als in Halbzeit 1 und in der Folgezeit spielten beide Teams auf Augenhöhe. 17:16, 18:17 und 20:18 waren die weiteren Zwischenstände bis zur 45. Spielminute. Dann zog Eintracht auf drei Tore davon und verwaltete diesen Vorsprung bis vier Minuten vor dem Ende (23:20, 24:21 und 25:22). Burgwedel gab sich jedoch noch nicht geschlagen und wollte zumindest noch einen Punkt mitnehmen. Angeführt von Spielertrainer Marius Kastening, der insgesamt sieben Tore erzielen konnte, verkürzten die DATALINERS auf 25:23 und 24:26. 40 Sekunden vor dem Ende erzielte Kastening gar das 27:28 für Burgwedel. Matteo Ehlers sorgte kurz danach jedoch für die Entscheidung zugunsten der Eintracht. Der 27:28-Anschluss für Burgwedel kam zu spät und war gleichzeitig der Endstand in einer engen und bis zum Schluss spannenden Partie.


Aufgrund der starken ersten Hälfte und des mutigen und engagierten Auftritts hätte Burgwedel sicherlich einen Punkt verdient gehabt. Wie schon im Hinspiel mussten sich die DATALINERS der Eintracht aber erneut mit einem Tor geschlagen geben. Trotzdem lobte Burgwedels  Teammanager Friedrich Kastening seine Mannschaft: „Wir sind hier heute als Mannschaft geschlossen aufgetreten und haben ein gutes Spiel gezeigt. Die Abwehr stand sicher, auch unsere Torhüter waren gut. Leider haben uns die schwachen Fünf Minuten nach der Pause das Genick gebrochen und Hildesheim zurück ins Spiel gebracht. Wir haben heute gezeigt, dass wir mit den großen Mannschaften der Liga mithalten können. Jetzt richten wir den Fokus auf das nächste Heimspiel gegen Barmbek. Da ist ein Sieg Pflicht. Wenn wir die Leistung von heute am kommenden Samstag erneut abrufen können, sollte ein Erfolg möglich sein.“

DATALINERS: Mustafa Wendland, Eric Frommeyer – Johannes Marx (2), Julius Mücke, Marius Kastening (7/4), Lennart Koch (4), Marvin Pfeiffer, Maurice Dräger (5), Kay Behnke (6), Julius Hinz, Steffen Schröter, Philip Reinsch, Artjom Antonevitch, Steffen Dunekacke (3) und Kilian Horn.

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