Burgwedel verliert erneut knapp

Zum wiederholten Mal mussten die DATALINERS Burgwedel in der 3. Liga Nord-Ost eine knappe Niederlage hinnehmen. Beim SV Anhalt Bernburg unterlag der Tabellenletzte mit 31:33. Entscheidend war eine katastrophale erste Hälfte, in der die Abwehr nicht vorhanden war. Mit einer 21:14-Führung für Bernburg ging es in die Pause. Eine tolle Aufholjagd von Burgwedel in Halbzeit 2 wurde leider nicht mit einem Punkt gekrönt.

Die ersten 30 Minuten sind schnell erzählt. Bei Bernburg klappte fast alles, bei Burgwedel so gut wie nichts. Die sonst so gute Abwehr der Gäste war nicht vorhanden. Auch Torhüter Mustafa Wendland hielt nur wenige Bälle. Bernburg machte aus den ersten neun Angriffen neun Tore und lag schnell deutlich vorn. 3:0, 9:3 und 14:6 (17.) waren die Zwischenstände. Nach 27 Minuten betrug der Vorsprung der Hausherren gar neun Tore (20:11). Die Abwehr der DATALINERS lud Bernburg immer wieder zum Torewerfen ein. Der SV Anhalt nahm die Geschenke dankend entgegen. Beim Stand von 21:14 wurden die Seiten gewechselt. Für viele der zahlreichen Zuschauer in der Bruno-Hinz-Halle war die Partie schon zur Pause entschieden. Die Vorstellung der DATALINERS war einfach nur unterirdisch. Teammanager Friedrich Kastening sprach nach der Partie von „kollektivem Versagen“ in den ersten 30 Minuten.

Nach der Unterbrechung kam Burgwedel wie ausgewechselt zurück. Jetzt präsentierten sich die Gäste so, wie sie es sich eigentlich von Beginn an vorgenommen hatten. In der Abwehr wurde gut gearbeitet und auch Torhüter Mustafa Wendland bekam jetzt mehr Bälle zu fassen. Die DATALINERS verkürzten auf 17:23 und hatten dann einen kleinen Lauf. Auch im Angriff klappte es mit dem Torewerfen jetzt viel besser. Nach 39 Minuten führten die Gastgeber nur noch mit 23:21. Die Partie wurde härter, einige Spieler wurden mit Zweiminutenstrafen auf die Bank geschickt. Die Unparteiischen verteilten insgesamt 14 (9/5) Zeitstrafen. Es wurde jetzt um jeden Ball gekämpft, Burgwedel ließ sich nicht abschütteln. Zehn Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung des SV Anhalt weiterhin zwei Tore (28:26). Die Unparteiischen lagen jetzt mit einigen Entscheidungen daneben, allerdings auf beiden Seiten. Bei den Gästen konnte Philip Reinsch (Foto) immer wieder Tore von Kreis erzielen, er traf insgesamt 7x. Für Bernburg traf Rechtsaußen Nico Richter 9x ins Schwarze. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Kreisläufer Reinsch das 30:32 und Nenad Bilbija sorgte kurz danach für den 31:32-Anschlusstreffer. Die Spannung war jetzt nicht mehr zu überbieten, doch Bernburg hatte das bessere Ende für sich. 38 Sekunden vor dem Abpfiff sorgte Niklas Friedrich mit dem 33:31 für die Entscheidung der nervenaufregenden Partie. Bernburg feierte einen wichtigen Heimsieg, Burgwedel wartet seit nunmehr fünf Spieltagen auf einen Punktgewinn und behält die rote Laterne. Einzige positive Erkenntnis bei den Gästen: Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Dafür kaufen kann man sich aber nichts. Am Ende zählen nur Punkte.

Am kommenden Samstag haben die DATALINERS Tabellenführer Dessau-Rosslau zu Gast. Gegen den Zweitligaabsteiger hängen die Trauben sehr hoch. Danach geht es zum 1. VfL Potsdam und dann kommt Rostock nach Burgwedel. Die DATALINERS stehen vor schwierigen Wochen.

DATALINERS Burgwedel: Mustafa Wendland, Eric Frommeyer – Christian Hoff, Julius Mücke, Marius Kastening (4/4), Lennart Koch (4), Marvin Pfeifer (1), Maurice Dräger (3), Kay Behnke (1), Nenad Bilbija (5), Steffen Schröter (2), Philip Reinsch (7), Artjom Antonevitch (3), Steffen Dunekacke (1) und Kilian Horn.

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