Vinnhorst mit glücklichem Derbysieg

Am Samstag stand in der 3. Liga erstmalig das Derby zwischen dem TuS Vinnhorst und den DATALINERS Burgwedel auf dem Programm. Der Tabellendritte empfing den Drittletzten und die Gäste aus Burgwedel machten es den Gastgebern richtig schwer. Über 55 Minuten war Burgwedel das bessere Team, am Ende siegte Vinnhorst mit dem Glück einer Spitzenmannschaft knapp und nicht unbedingt verdient mit 28:27.

Burgwedel hatte sich taktisch etwas einfallen lassen. Vinnhorsts Spielmacher Florian Freitag und Rückraumshooter Tim Otto wurden von Beginn an in Manndeckung genommen. Artjom Antonevitch und Steffen Dunekacke übernahmen den Job und der TuS hatte sichtlich Probleme, ins Spiel zu kommen. Johannes Marx brachte die DATALINERS in der 9. Minute mit 5:4 erstmalig in Führung und fortan hatten die Gäste das Spiel und auch den Gegner unter Kontrolle. Auch Burgwedels Torhüter Mustafa Wendland war von Beginn an zur Stelle. Er hatte zahlreiche gute Szenen und war seiner Mannschaft ein sicherer Rückhalt. Auch seine Vorderleute machten ihre Sache gut. Bis zum Halbzeitpfiff ließ Burgwedel nur zehn Vinnhorster Tore zu. Die Gäste gingen mit einer verdienten 13:10-Führung in die Pause. Burgwedel war sehr engagiert bei der Sache, gewann mehr Zweikämpfe und hatte auch die bessere Trefferquote.

Nach dem Wechsel hatte der TuS den besseren Start. Vinnhorst schaffte den Anschluss zum 12:13 und in der 37. Minute konnte Milan Mazic per Strafwurf sogar zum 14:14 ausgleichen. Doch die Gäste blieben cool. Sie zogen ihren Stiefel konsequent durch und ließen sich nicht vom Weg abbringen. Beim 18:15 nach 43 Minuten hatten sie wieder die Führung übernommen. Marvin Pfeiffer war auf der Spielmacherposition für Marius Kastening gekommen und setzte einige Akzente. Er machte den Ball schnell und war auch als Torschütze erfolgreich. Insgesamt vier Tore gingen in dieser Phase auf sein Konto. Dann folgte ein offener Schlagabtausch. Vinnhorst versuchte den Abstand zu verkürzen, Burgwedel hielt dagegen. 19:22, 20:23, 21:24 und 22:25 waren die weiteren Zwischenstände. Das Spiel wurde jetzt ruppiger, um jeden Ball wurde erbittert gekämpft. Gut drei Minuten vor dem Ende war Burgwedel noch mit 26:24 vorn. Dann folgten zwei schnelle Tore für die Gastgeber und zwei Minuten vor dem Ende war die Partie beim 26:26 plötzlich wieder offen. Steffen Dunekacke brachte die Dataliners mit 27:26 nach vorn, Tim Otto erzielte prompt den erneuten Ausgleich. Burgwedel nahm jetzt eine Auszeit und brachte im folgenden Angriff Nenad Bilbija in gute Wurfposition. Sein Wurf klatschte jedoch nur gegen den Innenpfosten und Vinnhorst war wieder in Ballbesitz. Die Gastgeber waren jetzt hellwach und David Sauß nutzte seine Chance zur 28:27-Führung für Vinnhorst. Zehn Sekunden blieben Burgwedel noch für den Ausgleich. Marius Kastening versuchte es mit einem Hüftwurf, Colin Räbiger im TuS-Tor konnte die letzte Gästechance aber parieren. Vinnhorst gewinnt das Derby glücklich mit 28:27, Burgwedel unterliegt zum dritten Mal in dieser Saison mit einem Tor.

Spielertrainer Kay Behnke zeigte sich nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Wir haben über 55 Minuten ein gutes Spiel gezeigt und es Vinnhorst richtig schwer gemacht. Unsere offensive Deckung war richtig gut, wir haben gut und robust verteidigt, Mustafa Wendland hat toll gehalten. Auch vorne haben wir guten Handball gezeigt. Leider haben uns die letzten Minuten der Partie das Genick gebrochen. Wenn wir unseren Vorsprung auf vier Tore ausbauen, können wir das Spiel nach Hause bringen. Der Sieg für Vinnhorst war glücklich und nicht unbedingt verdient. Für uns ist es schon bitter und auch ärgerlich, erneut mit nur einem Tor zu verlieren. Wir müssen das Spiel genau analysieren und in der nächsten Woche noch härter trainieren. Irgendwann muss es mit einem Sieg mal wieder klappen.“

DATALINERS Burgwedel: Mustafa Wendland, Eric Frommeyer – Johannes Marx (3), Christian Hoff, Julius Mücke, Marius Kastening (7/2), Lennart Koch (3), Marvin Pfeifer (4), Maurice Dräger (1), Kay Behnke, Nenad Bilbija (5), Steffen Schröter, Philip Reinsch, Artjom Antonevitch (3), Steffen Dunekacke (1) und Kilian Horn.

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