Toll gekämpft – trotzdem knapp verloren

Es hat nicht sollen sein. Nach einem leidenschaftlichen Spiel mit großem Kampf stehen Großburgwedels Drittligahandballer erneut mit leeren Händen da. Das Heimspiel gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin wurde knapp mit 24:25 (10:11) verloren. Ein Punkt wäre sicherlich verdient gewesen.

Den zahlreichen Zuschauer in der gut gefüllten Ramhorstsporthalle wurde über 60 Minuten ein intensives Spiel geboten. Beide Teams schenkten sich nichts. Auf beiden Seiten überragten die Torhüter. Mustafa Wendland (Foto) im Tor der Dataliners hielt drei Strafwürfe und zahlreiche Hundertprozentige. Sein Gegenüber Robert Heinemann war ähnlich gut drauf. Burgwedels Angreifer scheiterten über 20 x am Schweriner Schlussmann. Diese schlechte Wurfquote war am Ende vermutlich auch spielentscheidend.

Über die gesamte Spielzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe, es wurde erbittert um jeden Ball gekämpft. Schwerin war meistens knapp vorn, Mitte der ersten Halbzeit übernahm auch Burgwedel kurzzeitig die Führung. Nach einer sehr ausgeglichen ersten Hälfte lagen die Stiere beim Gang in die Kabinen mit 11:10 knapp in Führung. Burgwedel versäumte es schon in Halbzeit 1 eine Führung herauszuwerfen. Auf der anderen Seite konnten sich die Gastgeber bei Torhüter Mustafa Wendland bedanken, der seine Mannschaft mit tollen Paraden im Spiel hielt.

Nach dem Wechsel zogen die Mecklenburger Stiere kurzzeitig auf 13:10 davon Die Dataliners hielten aber dagegen und waren beim 14:14 und 15:15 wieder im Spiel. In der 36. Minute musste Johannes Marx mit einem Cut am Auge das Spielfeld verlassen. Kevin Herbst hatte ihm mit dem Ellbogen getroffen, die Schiedsrichter schicken Schwerins Halbrechten für zwei Minuten auf die Strafbank. Marx wurde nach der Partie im Burgwedeler Krankenhaus untersucht, eine MRT-Untersuchung in der kommenden Woche soll Klarheit über den Umfang der Verletzung bringen.

Mitte der zweiten Halbzeit setzten sich die Gäste erneut auf drei Tore (17:20) ab. Doch Burgwedel gab sich nicht geschlagen. Die Dataliners fighteten und versuchten alles. Zwei Minuten vor dem Ende stand es 22:23 für Schwerin, als Maurice Dräger mit einem Wurf am Pfosten scheiterte. Noch war alles möglich, doch auch Schwerin traf jetzt. Steffen Dunekacke sorgte 40 Sekunden vor dem Ende mit seinem fünften Treffer für den erneuten Anschluss (23:24). Die Gäste waren jetzt in Ballbesitz, Burgwedel öffnete die Deckung. Magnus Aust sorgte zehn Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung zugunsten der Stiere, der 24:25-Anschlusstreffer durch Philip Reinsch fiel erst mit dem Schlusspfiff.

Burgwedels Teammanager Friedrich Kastening sah eine positive Entwicklung und lobte den Kampfgeist seiner Mannschaft. “Das war deutlich besser als zuletzt und macht Mut für die kommenden Aufgaben. Trotzdem entwickeln wir gerade über die Halbpositionen viel zu wenig Druck und auch die heutige Wurfquote hat für einen Sieg nicht gereicht. Da hat keiner der Feldspieler überzeugen können, jeder nimmt sich ein bis zwei schlechte Abschlüsse. Heute waren es deutlich mehr als 20 Fahrkarten. Nur 25 Gegentore sind in Ordnung, auch weil Mustafa Wendland überragend hält. Im Angriff müssen wir aber deutlich zulegen“, so Kastening nach dem Spiel.

Dataliners Burgwedel: Mustafa Wendland, Eric Frommeyer – Johannes Marx (2), Julius Mücke, Marius Kastening (5/2), Lennart Koch (2), Marvin Pfeiffer, Maurice Dräger (3), Kay Behnke (2), Nenad Bilbija (1), Steffen Schröter, Philip Reinsch (2), Artjom Antonevitch (2), Kilian Horn und Steffen Dunekacke (5).

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